Muskuläre Verspannungen – eine Folge der Corona Pandemie?!

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Es gibt Menschen, die sind ständig verspannt. Wieder andere reagieren nur bei Stress und ungewohnter Aktivität mit Rücken- und Nackenbeschwerden. Was Mediziner aktuell berichten, ist jedoch eindeutig auf die Corona-Krise zurückzuführen – die muskulären Beschwerden häufen sich besonders im Lockdown.

Wer unter Nacken- und Rückenschmerzen leidet, wünscht sich meist sehnlichst eine professionelle Massage. Ist die Muskulatur nämlich erst gravierend verhärtet, ist Selbsthilfe oft unmöglich. Heiße Bäder, Kirschkernkissen oder die Hände des Partners bringen keine Entlastung, wenn sich das Problem erst einmal so richtig verfestigt hat. Vorbeugen ist extrem wichtig – auch, um unbeschadet aus der Pandemie zu kommen!

Mögliche Ursachen für schmerzhafte muskuläre Verspannungen

Fehlhaltungen und dauerhafte körperliche Überanstrengungen können zu Einschränkungen der Beweglichkeit und zu erheblichen Schmerzen führen. Es bedarf einer ärztlichen Abklärung, wenn die Beschwerden mehrere Tage oder gar Wochen anhalten, sich jedoch auch bei Schonung keine Besserung einstellt. Die erste Anlaufstelle kann der Hausarzt sein, doch auch ein Orthopäde kann eine schnelle Diagnose stellen.

Handelt es sich nicht um den gefürchteten Bandscheibenvorfall, der an Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule auftreten kann, und wurden auch Erkrankungen der inneren Organe ausgeschlossen, werden dem Patienten häufig Massagen verordnet. Die Muskulatur soll unter den Händen professioneller Masseure wieder butterweich werden, Schmerzen sollen verschwinden.

Die Corona Pandemie zeigt auf, was Mediziner bereits seit Jahrzehnten anprangern: Die Menschen bewegen sich zu wenig und riskieren dadurch mehr oder minder schwere Erkrankungen. Neben Volksleiden wie Adipositas und Diabetes ist der gesamte Bewegungsapparat in Mitleidenschaft gezogen, wenn der Alltag bewegungsarm gestaltet wird und Sport sogar unvorstellbar ist.

Nun sind jedoch Fitness-Studios geschlossen und auch die Sporthallen erlauben kein Tennis oder Fußball. Arbeitnehmer sitzen im Homeoffice auf dem Küchenstuhl, legen nur noch kurze Wege zurück und teils gibt es sogar Ausgangsbeschränkungen. Muskulären Verspannungen sind besonders jetzt auf dem Vormarsch.

Schnelle Entlastungen können Massagepraxen bieten, doch viele körpernahe Dienstleister mussten ihre Pforten ebenfalls schließen. Was also tun? Wie lästigen und schmerzhaften Verspannungen in der Coronakrise vorbeugen?

Massage Guide – Vorbeugung mit den richtigen Handgriffen

Die gute Nachricht zuerst: Auch im Lockdown werden Sie medizinische Hilfe erfahren, wenn die Schmerzbelastung unerträglich ist! Wenn es jedoch hier und da mal ziept, wenn der Nacken aufgrund einer falschen Sitzgelegenheit im Homeoffice verspannt ist oder Bewegungsmangel ursächlich für Beschwerden ist, gilt es, Entlastung zu schaffen.

Kennen Sie bereits die wohltuende Entspannung, die eine Massage bringt? Viele Menschen nutzen die Coronakrise, um ihr Leben zu überdenken und neue Wege einzuschlagen. Die Wichtigkeit von Gesundheit tritt wie nie zuvor in den Vordergrund und vielleicht finden auch Sie gute Möglichkeiten, Ihrerm Körper etwas Gutes zu tun.

Haben die meisten Massagepraxen momentan auch geschlossen, so können Sie schon jetzt an die Planung gehen, um die beste Massage für sich zu finden (Wien). Ob klassisch oder asiatisch – Massagen unterstützen den Körper, bauen ihn auf und verhindern auch tiefe Verspannungen nachhaltig.
Hier ein Überblick über die geläufigsten Massage-Arten:

  • Klassische Massage – Bei der klassischen Massage, wie sie von den meisten Medizinern verschrieben wird, geht es vor allem um das Lösen von Verhärtungen im Nacken- und Rückenbereich. Die Patienten leiden unter Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und neurologischen Beschwerden wie Schwindel. Dazu wird die klassische Massage immer dann verordnet, wenn sich psychosomatische Krankheitsbilder zeigen, die durch Stress verursacht wurden. Die klassische Massage beseitigt Verspannungen und hilft beim Entspannen.
  • Thai Massage – Asiatische Massagesalons finden sich mittlerweile in fast jeder Stadt. Die traditionelle Thai-Massage ist aus Thailand nach Europa geschwappt und findet auch hier eine immer größer werdende Anhängerschaft. Verschiedene Massagetechniken die unter der Bezeichnung „Nuat Phaen Boran“ zusammengefasst werden und so viel wie „Massieren nach uraltem Muster“ bedeuten, sollen den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen und für Entlastung und Entspannung sorgen. In der Thai-Massage geht es vor allem um das Strecken und Dehnen. In Kombination mit einer Druckpunktmassage lassen sich mögliche Beschwerden meist schnell beseitigen, wobei mit schnell hier die benötigten Sitzungen gemeint sind – die typische Tai-Massage dauert mindestens 90 Minuten, kann aber, je nach Beschwerdebild, auch bis zu drei Stunden dauern.
  • Fußreflexzonenmassage -Die Fußreflexzonenmassage hat ihren Ursprung ebenfalls in Fernost. Mittlerweile gibt es jedoch auch im westlichen Raum Spezialisten, die sich bestens mit Fußreflexzonen auskennen und den Klienten im Rahmen einer Massage beste Therapie-Erfolge bescheren können. Durch die Stimulierung einzelner Druckpunkte am Fuß, lässt sich eine tiefe Entspannung auch an weit entfernten Körperstellen erreichen. Die Fußreflexzonenmassage wird sowohl von Physiotherapeuten wie auch von Masseuren und Heilpraktikern angeboten.
  • Ayurveda-Massage  – Ayurveda ist ein Teilbereich der indischen Heilkunst und umfasst neben Yoga, einer besonderen Ernährungslehre auch spezielle Massageverfahren. Ayurveda-Massagen unterliegen keinem einheitlichen Ablauf, sondern richtigen sich stets nach den individuellen Besonderheiten des Klienten. Einbezogen werden bei der Ayurveda-Massage mehrere Körperbereiche, die während der Behandlung mithilfe besonderer Öle massiert werden.
  • Shiatsu Massage – Unter Shiatsu versteht man eine spezielle Druckpunktmassage, die ihren Ursprung in der japanischen Körpertherapie nahm. Shiatsu vereint viele Segmente energetischer Körperarbeit, schließt dabei die Massage nicht aus. Ein Unterschied zu vielen anderen Massageformen gibt es bei der Shiatsu-Massage allerdings – der Masseur setzt nicht nur seine Hände ein, sondern massiert mit seinem gesamten Körpergewicht. Ziel der Shiatsu Massage ist es, die Lebensenergie, das Qi (ein Begriff aus der traditionellen Chinesischen Medizin) zum Fließen zu bringen und die müde gewordenen Lebensgeister wieder zu erwecken.
  • Bindegewebsmassagen – Bei der Bindegewebsmassage geht es darum, das Bindegewebe zu stärken und dadurch vielfältige Erkrankungsbilder zu beseitigen. Der menschliche Körper besitzt eine Vielzahl an unterschiedlichen Bindegewebszonen. Die Therapie zielt darauf ab, reflektorische Reaktionen an inneren Organen, der Haut und am Bewegungsapparat auszulösen. Die Bindegewebsmassage findet ihre Anwendung bereits seit den 1920er Jahren. Bewährt hat sich diese Therapieform vor allem bei Ischialgien, Gelenkfunktionsstörungen und bei Arthrose. Spezialle Griffe fördern die Mehrdurchblutung des Gewebes und aktivieren dadurch die Selbstheilung und Verminderung von Schmerzen.
  • Breuss Massage – Die Breuss Massage ist eine reine Wirbelsäulenmassage, deren Fokus auf der sanften Dehnung des Rückens liegt. Die Anwendungsbereiche umfassen akute und chronische Schmerzen, Skoliose, Ischias, Gelenkschmerzen und oft auch die Migräne. Bei der Breuss Massage handelt es sich um eine Teilkörpermassage, welche die Bandscheiben in den Vordergrund stellt und hier beste Ergebnisse hervorbringt.

Heute schon für morgen planen!

Möchten Sie nach dem Lockdown wieder neu durchstarten? Wollen Sie Ihrem Körper Gutes tun und die Gesundheit jetzt gezielt verbessern? Dann sind regelmäßige Massagen eine ausgezeichnete Entscheidung!

Welche Massageform für Sie die passende ist, richtet sich natürlich nach dem (möglichen) Beschwerdebild und persönlichen Vorlieben. Während die einen muskulären Verspannungen mit klassischer Massage vorbeugen, lieben andere eine kräftige Shiatus Massage.

Auch bei der Massage gilt: Erlaubt ist, was gefällt und guttut!

Hat Ihre bevozugte Massagepraxis momentan geschlossen? Dann nutzen Sie den Lockdown für entspannende Spaziergänge, machen Sie sanfte Dehnübungen, genießen Sie warme Bäder und sorgen Sie für regelmäßige Entspannung. Sicherlich können Sie bald schon mit der ersten Massageanwendung beginnen.

Tipp: Wir raten dazu, vor der ersten Massage einen Mediziner zu kontaktieren, um eine mögliche Falschbehandlung auszuschließen!